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Passivhäuser

Der Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung wurde unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten zu einem Passivhaus mit einem Jahresprimärenergiebedarf von unter 20 KWh/m² konzipiert.
Bei diesem Projekt zeigt sich der gemeinsame Nenner von Bauherr und Architekt. Beide Seiten haben sich unvoreingenommen mit dem Projekt Passivhaus auseinandergesetzt und haben ein zeitgemäßes und zukunftsorientiertes Einfamilienhaus nach modernsten Richtlinien verwirklicht.

Das Passivhaus besticht nicht nur durch seine technischen Besonderheiten und seiner bewusst modernen und reduzierten Formgebung, sondern auch durch die exponierte Lage am Hang mit Ausblick auf den Pilsensee und Schloss Seefeld. Ein entscheidendes Element bei der Gestaltung der nach Südosten ausgerichteten Strassenfassade bildet die sehr dominante und vom Hauptdach überdeckte Balkonkonstruktion. Dieser erfüllt als konstruktives Verschattungselement gleichzeitig eine Sonnenschutzfunktion für die darunterliegenden, mit sehr großzügigen Glasflächen ausgestatteten, Räume. Die bewusst eingesetzten impulsanten Holzstützen des Hauptdaches integrieren so den um 2,5 m zum Haus zurückversetzten Balkon zu einem kompakten Gebäudeentwurf.

Das Energiekonzept beruht auf dem neuesten Stand der Technik und lässt sich in die Kategorie der „Hightech- Gebäude“ einordnen. Alle wesentlichen Komponenten der Energiereduzierung sind perfekt aufeinander zugeschnitten um die sehr hohen Anforderungen eines Passivhausstandards nach den Kriterien des Passivhaus- Institutes in Darmstadt und der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 zu erfüllen. Trotz dem Hauptaugenmerk auf die Energieoptimierung standeb bei dem Objekt vor allem der ästhetische Aspekt und eine besonders hochwertige Ausstattung im Vordergrund.
Der Neubau besticht vor allem durch die extrem niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) der gesamten Gebäudehülle, die im Schnitt bei 0,12 W/m²K liegen. Ermöglicht wird dieser Wert durch eine durchgängig ca. 25 cm starke Dämmung aller Gebäude-aussenbauteile. Auf Wunsch der Bauherren wurden Aussenwände in Massivbauweise mit einem 24 cm starken, hochwärmedämmenden Ziegel und einem 25 cm starken Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ausgeführt. Zur Verbesserung der Energiebilanz sind sämtliche, grosszügig ausgelegten Fensteröffnungen durchgehend mit gedämmten Holz- Aluminiumfenstern mit einer 3-Scheiben Isolierverglasung (U-Wert 0,50 W/m²K) ausgestattet. Hauptaugenmerk lag vor allem bei der Vermeidung von Wärmebrücken.

Anlagentechnik:
Das Herzstück der Gebäudetechnik ist die hocheffiziente und besonders energiesparende Kompakt- Solewärmepumpe mit integrierter, mechanischen Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Pufferspeicher. Das zentrale Heizsystem (4 KW Nennleistung) mit Niedertemperatur- Fußbodenheizung und kontrollierter Wohnraumlüftung wird zusätzlich über 2 Stück Sole- Erdwärmekörbe mit Geothermie unterstützt und deckt so den kompletten Heizwärmebedarf für das Haus ab. Ein speziell für Passivhäuser geeigneter, zentral positionierter Heizkaminofen kann bei Bedarf die Heizung im komplett offenen Wohn- und Küchenbereich während der Übergangszeit unterstützen. Das Gebäude verfügt ebenfalls über eine zentrale Staubsaugeranlage und für die spätere Nutzung einer Solar- und Photovoltaikanlage wurden bereits Leitungen vorgesehen. Für die Bewässerung der großen Gartenanlage kam aus ökologischen Gesichtspunkten eine Regenwasserzisterne mit 5000 Liter Fassungsvermögen zur Ausführung.

Einfamilienhaus E. in Hechendorf
Neubau mit Jahresprimärenergiebedarf unter 20 KWh/m²

Bauherr Privat
Baubeginn Mai 2009
Fertigstellung August 2010

Planungsauftrag
architekt steger
Projektleiter architekt steger

Projektdaten
Baukosten auf Anfrage
Bruttorauminhalt 1.400 m³ inkl. Keller
Nutzfläche ca. 273 m² inkl. Keller

Standort
Hechendorf-Seefeld,
Landkreis Starnberg
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